FLÜCHTIGE BILDER:
AFFEKT // REPRÄSENTATION

Eine trans- und interdisziplinäre Veranstaltung an der Universität Hamburg

Kritische Bildreflexionen mit Flüchtlingen


Im Sommersemester 2016 lief and der HfbK Hamburg erstmals der Vorstudienkurs aco: artistic and cultural orientation für Flüchtlinge und Migrant*innen, die in ihren Heimatländern ein künstlerisches Studium begonnen oder abgeschlossen hatten oder die in Deutschland ein solches Studium anstreben. Im Rahmen dieses Vorstudienkurses konnten die Teilnehmer*innen an künstlerischen workshops (Malerei, Bildhauerei, Design, Foto, Film) und an einem übergeordneten Theorieworkshop teilnehmen, der unter meiner Leitung stand. Dieser Theorieworkshop bot zum einen Einblicke in die europäische Kunstgeschichte und Kunsttheorie und war zum anderen Diskussionsforum für die Präsentation der eigenen Arbeiten der Teilnehmer*innen. Im Theorieworkshop sprachen wir auch über persönliche Migrationserfahrungen und über die Migration von Bildern und Symbolen. Dabei zeigte sich, dass die meisten Teilnehmer*innen ihre Werke auf ihren Smartphones gespeichert haben und dass diese Werke oft nicht mehr existieren. Das, was in der Vergangenheit liegt und zurückgelassen werden musste, ist nur noch im medialen Speicher präsent. Zwischen dem Zurücklassen der Heimat und dem beginnenden Neuanfang als Künstler*in in Deutschland liegen Bilder der Flucht. Ich möchte gerne einen Workshop anbieten, zu dem ich einige Teilnehmer*innen des aco- Projektes einlade, um über ihre Bilder und ihre Erfahrungen in moderierten Diskussionsrunden gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der Veranstaltung „Flüchtige Bilder“ zu diskutieren.


Barbara Uppenkamp

Uni HH Logo Logo Zeit-Stiftung DGVN Logo